Boxenstopp - wir haben’s geschafft!
January 11th, 2009Gestern hat Beate uns mal wieder ein paar Stangen zu Füßen gelegt, vier um genau zu sein. Zunächst einmal als Box (für einen Jog-over*), anschließend in Reihe (für einen Lope-over** - oder in einem Fall auch für einen unfreiwilligen Lope-haarscharf-dran-vorbei***).
Ein paar Anläufe haben wir gebraucht, bis Jonnypony sich wieder erfolgreich dran erinnert hat, dass man die Füße über die Stangen heben und nicht dagegen schlappen soll. Aber dann haben wir’s doch noch ganz passabel hinbekommen.
Beim Lope-over hatte ich - wie üblich - das Problem, dass ich die Entfernung zur ersten Stange nicht abschätzen konnte und quasi nur darauf hoffen konnte, dass das Pony das von alleine richtig machte. Jonnypony ist zwar gut, aber eben auch nicht perfekt. Und so sind wir immer wieder im Trab drübergehühnert, weil das Anreiten im Galopp so überhaupt nicht klappen wollte. Und als die Abstände tatsächlich mal gestimmt hätten, haben wir die Kurve bei C nicht richtig gekriegt und sind knapp neben der Stangenreihe vorbeigesemmelt. (Siehe auch ***.)
Ein weiteres Problem war, dass ich im Rechtsgalopp gerne mal zu weit links gesessen bin, weswegen Jonnypony gemeint hat, er soll in den Linksgalopp wechseln (schließlich haben wir in den letzten Wochen immer mal wieder Galoppwechsel über Stangen geübt - und blöd ist das Pony ja nicht…). War in dem Fall leider nicht erwünscht, sondern schlicht schlampig gesessen.
Aber auch das haben wir schließlich noch ordentlich hingekriegt.
Zum krönenden Abschluss der Stunde wurde wieder eine Box gebastelt - diesmal ziemlich großzügig, um die Chance zu erhöhen, dass Jonnypony und ich sie beim Stopp-Versuch auch treffen. Die ersten beiden Versuche liefen ähnlich wie in der letzten Stunde: Das Pony stoppte zwar, aber erst, nachdem wir aus der Box wieder draußen waren. Ich hab einfach generell eine zu lange (oder zu langsame) Leitung: Bis die Information, dass die Vorderbeine vom Pony <b>jetzt</b> in der Box sind, von meinem Hirn bis zu meinem Kreuz gewandert ist, ist das Pony schon halb wieder draußen. Und bis Jonnypony den Stopp-Befehl umsetzen kann, ist er ganz aus dem Rahmen bzw. der Box gefallen.
Beim dritten Versuch soltle ich zusätzlich zur Parade noch “Haaaalt!” sagen. Das hatte ich zwar erst mal vergessen und nur “normal” laut ausgeatmet, aber dann doch noch mit etwas Zeitverzögerung nachgeschoben. Und: Jonny ist tatsächlich noch in der Box zum Stehen gekommen! *stolz*
Nächste Etappenziele: Galoppstangen passend anreiten und nicht über den Haufen rennen. Und schön wäre es natürlich, wenn der Stopp in der Box auch mit durchhängendem Zügel klappen täte (nein, die Zügel waren bei den erfolgreichen Versuchen nicht in den Anzügen eingehängt). Aber ich glaube ich bin schon zufrieden, wenn wir die gestrige Trefferquote beibehalten können!
* jog-over: Über eine bis mehrere Stangen traben, idealerweise ohne diese zu berühren, geschweige denn zu verschieben, weil das Pony zu faul ist, die Flossen drüber zu heben.
** lope-over: Siehe jog-over, allerdings im Galopp.
*** lope-haarscharf-dran-vorbei: Äußerst dämlich missglückter Lope-over, bei dem der Reiter vor Lachen fast vom Pony kippt.
