Isi-Rider 2: “Schwarz stand sie wie die Nacht”
Saturday, October 18th, 2008In der zweiten Reitstunde hatte Ines ein Einsehen mit mir und hat mir ein weniger autoritäres Pony zugeteilt (und ein dünneres obendrein), in der Hoffnung, dass ich auch mal mitbestimmen darf, wo’s langgeht - und außerdem vielleicht auch mal ordentlich zum Sitzen komme.
Die kleine Rappstute Nótt ist ein freundliches Pferdchen. Und sehr höflich. Die Verständigung mit ihr klappt wesentlich besser, auch wenn ich noch nicht wirklich den Dreh raushabe, wie ich vier Ponybeine unfallfrei zwischen Tölt und Trab umsortiere. Aber auf dem Reitplatz können wir uns schön verteilen (wir reiten ja nur zu zweit), da sind Nótt und ich wenigstens kein Verkehrshindernis, auch wenn wir grade ein bisschen Gangsalat fabrizieren. Die vielen Übergänge arten für mich zwar fast schon in Arbeit aus, aber die kleine Stute macht durch ihre liebe und feine Art einfach Spaß. Und trotz ihrer Größe (oder eher “Kleine”?) hat sie ein ordentliches Gangwerk - im Gegensatz zu Ingalo “nähmaschinelt” sie nicht, sondern hat überraschend raumgreifende Gänge: da komme ich auch vom Sitz her besser mit.
Auch in der nächsten Tölt-Stunde habe ich das Vergnügen mit Nótt, und wir arbeiten weiter an unseren Übergängen. Und daran, auch im Tölt ein Vorwärts-Abwärts hinzukriegen. Das ist gar nicht so einfach, aber die Ansätze sind immerhin da. Und galoppieren dürfen wir auch - OK, wir versuchen es zumindest. Auf der linken Hand fühlt es sich allerdings seeehr merkwürdig an, und ich bin nicht sicher, ob ich das Gestrampel tatsächlich als “Galopp” bezeichnen darf. Rechts geht es dagegen wesentlich besser, das fühlt sich auch für mich richtig an. So hat halt jeder seine Schokoladenseite…
