Tja, und dann geht alles irgendwie ziemlich schnell: Vormittags noch mal die Generalprobe, die sich aus “kurz mal was vorreiten” und “laaaange warten, bis man wieder dran ist” zusammensetzt.
Das Tor - hoffentlich von Beate auf Video gebannt - klappt so gut wie nie, der Rest des Trails läuft bis aufs Einfädeln für den Sidepass auch recht ordentlich. Der Gruppenritt vor der Horsemanship ist nur mittelprächtig, ebenso wie die Einzelaufgabe. Aber was soll’s - vier gewinnt…
Dafür wird der Geländeritt so langsam Routine - davor habe ich inzwischen überhaupt keine Angst mehr. Eher vor der Reitpass-Theorie…
Im Anschluss an die Probereiterei folgt eine ziemlich sinnlose Ponywäsche (”weiß” ist leider immer noch was anderes, dafür duftet Jonnypony danach aber sehr frühlingsfrisch nach Blüten!) sowie ein überraschend essbares Mittagessen (wir haben erstaunlicherweise alle noch Appetit!) .
Dann werfen wir uns alle mal langsam in Schale (schließich müssen wir uns ja an die Kleiderordnung halten), aber keiner weiß, wann es weitergeht. Die Prüfer lassen noch auf sich warten. Nervosität macht sich breit. Die ersten Notfalltropfen werden eingeworfen…
Und dann geht es los mit der Theorie-Prüfung: Tine Hummel fragt erst uns IVer in Sachen Ausrüstungskunde und Reitlehre. Birgit weiß alles und kann es auch lehrbuchmäßig vortragen. Ulli spricht mehr aus eigener Erfahrung, kann dadurch aber auch punkten. Die Fragen, die dann noch für mich übrig bleiben, sind ebenfalls machbar. Schon ziemlich bald winkt Tine ab: Wir können die nächsten Prüflinge zu ihr schicken, sie hat genug gehört.
Als nächstes kommt der theoretische Reitpass bei Margot Stadler dran. Auch sie ist relativ schnell mit uns zufrieden, hat aber anscheinend keine Lust, uns den Basispass und die allgemeinen Themen (Haltung, Fütterung, Pflege) abzunehmen, also werden wir zurück zu Tine geschickt. Die weiß zwar von nix, befragt uns aber pflichtschuldigst; diesmal muss Manjana als Demo-Objekt herhalten, weil sie praktischerweise schon draußen angebunden steht. Ein paar Fragen zu den Haltungsformen, zur Fütterung und zur Pferdepflege, dann sind wir entlassen.
So im Nachhinein betrachtet habe ich mir wegen der Theorie wesentlich mehr Sorgen gemacht als nötig…
Es folgt eine weitere Warterunde, diesmal warten wir auf Renate Ettl, die Prüferin für die IIIer. Und wieder einmal weiß keiner, wann’s dann weitergeht.
Und auf einmal muss alles ganz schnell gehen: Pony satteln, warmreiten, und schon geht’s los mit den praktischen Prüfungen!
Die Zeit ist etwas zu knapp, wir sind noch nicht wirklich warm, als der Gruppenritt vor der Horsemanship losgeht.
Wir hoppeln dann mehr schlecht als recht durch die Aufgaben, aber ändern kann ich’s nicht. Auch das Pattern selber läuft… irgendwie. Nicht wirklich gut, aber auch nicht ganz katastrophal. Wird wohl schon irgendwie reichen.
In den Wartezeiten zwischen den einzelnen Ritten spielen Jonnypony und ich “Schattenparker” - es ist schon ganz schön heiß geworden…
Der Trail läuft dann auch so lala. Das Tor hatten wir heute schon mal besser hinbekommen, dafür fädelt das Pony sehr ordentlich über der Stange für den Sidepass ein. Alles in allem ok, aber eben auch nicht wirklich gut. *seufz*
Bis der Geländeritt losgeht dauert es eeeewig: klar, die IIIer müssen ja auch alle erst noch reiten. Die Warterei ist für mich das Schlimmste an diesem Tag. Jonny ist es herzlich egal, solange er in den Pausen immer wieder was zu essen bekommt.
Am liebsten würde ich das Pony schon einpacken und wieder nach Hause fahren.
In einer der vielen Pausen bekommen wir IVer unsere diversen Urkunden (naja, Basispass und WRA eben) übergeben, es wird noch ein Gruppenbild zusammen mit den IIIern geschossen. Hoffentlich erscheint das Bild dann auch irgendwann mal auf der EWU-Seite…

Wie die Prüfung der IIIer läuft, bekomme ich nur so am Rande mit: die meisten haben gottseidank keine größeren Probleme, nur Lisas Hafi macht ihr leider einen fetten Strich durch die Rechnung. Nachdem er während der letzten Tage so gut wie nie rechts angaloppiert ist, ist er ausgerechnet in der Prüfung rechts angesprungen als ein Linksgalopp gefragt war. In dem Moment hätten wir alle das Vieh am liebsten verwurstet
Durch die ganzen Verzögerungen vorher starten wir auch erst recht spät zum Geländeritt. Diesmal ist das alles schon ein alter Hut für alle, sowohl Gruppengalopp als auch die Einzelgalopps laufen unfallfrei. Ziemlich entspannt kommen wir dann wieder zurück zum Hof.
Erst mal werden die Ponies versorgt, dann die Reiter (es ist noch Kuchen und Schoko-Mousse vom Mittag übrig) - und wieder einmal dürfen wir warten. Auf die letzten Prüfungsergebnisse.
Wie leider schon zu erwarten hat’s bei Lisa leider nicht gereicht - und das, wo sie das Abzeichen für ihre Weiterbildung (therapeut. Reiten) gebraucht hätte…
Ansonsten haben alle anderen bestanden, auch Birgit und ich können noch unsere Reitpass-Urkunden einsammeln. Anschließend revanchieren wir uns für die ganze Urkundenverleiherei bei Tom + Sabine - mit einem Gutschein für die Erdinger Therme, wo sie sich mal einen Tag lang von uns erholen können
Bis Jonnypony eingepackt ist und wir dann wirklich loskommen ist schon halb neun vorbei. Dann noch zwei Stunden Heimfahrt, Pony auspacken, Hänger verstauen, Autos ausladen… und ab nach Hause, ins Bett!