Archive for May, 2008

Ponyführerschein - die offizielle Version

Thursday, May 29th, 2008

Jetzt ist es amtlich, wir Prüflinge sind schriftlich und bildlich bei der EWU verewigt (ok, so “ewig” eine Website halt ist…). Die Bilder sind zwar nicht besonders groß, und so richtig viel erkennt man auf den meisten auch nicht unbedingt. Aber immerhin hat man uns für erwähnenswert befunden… :-D

Ponyführerschein - “Making of”

Tuesday, May 20th, 2008

Ein herzliches Dankeschön an Beate für die Bilder von Generalprobe und Prüfung!

Mach mir den Wellensittich!

“Mach mir den Wellensittich”: Ich übe vorausschauen - Jonnypony übt auf-der-Vorhand-latschen (als ob er das nötig hätte… ;-) )

Kritischer Blick auf die Box

JP und ich inspizieren die Box: Wir haben die Stangen nicht verschoben, Indianerpony-Ehrenwort!

Angstgegner Tor

Landeanflug auf unseren (okay: meinen) Angstgegner im Trail: “Zuuuuurrrrück, Dicker, zuuuuuurrrück!”

Eintausend Rinder, zweitausend Rinder…

“Laaaaangsam, Jonny!”: Diesmal verlieren wir beim Tor-Durchreiten höchstens zwei bis drei hypothetische Rindviecher, mehr passen nicht zwischen Pony und Tor durch :-)

Vorturnen am Pylonen-Slalom

Pylonen-Slalom: “Kuck mal, Pony, so geht das!”

Pylonen: Pony kann’s auch

Pylonen-Slalom zum Zweiten: Jonnypony weiß natürlich auch, wo’s lang geht (auch ohne Vorturner).

Der Sauhaufen hat mal wieder Ausgang

“Sauhaufen on Tour”: Wobei… inzwischen sind wir gar nicht mehr so saumäßig. Es gibt auch schon gar keine Schlägereien mehr unterwegs… ;-)

Warten auf den Einzelgalopp

Warten auf den Einzelgalopp: JP geht hinter Skip in Deckung und legt einen kleinen Power-nap ein.

So ein Pony…

Isser nicht einfach nur niedlich?!

Kritische Beobachter

Kritische Beobachter: Also diesen strengen Blick haben wir nicht verdient - so schlimm waren wir doch gar nicht unterwegs?!

Auf dem Weg zur Prüfung

Auf dem Weg zur Prüfung: Noch lange nicht warmgeritten, ziemlich angegrantelt - aber randvoll mit Notfalltropfen ;-)

Pony hat fleißig geübt

Vorbildlich: JP und ich zeigen hervorragend, wie man’s nicht machen sollte…

Gruppenbild mit Obel

Höchste Konzentration (zumindest beim Reiter)

Kurz vor der “Preisverleihung”

Kurz vor der Urkunden-Verleihung: Wir (IVer zumindest) haben schon allen Grund zu strahlen - die IIIer müssen erst noch in die Prüfung. (Für die ungeschönte und unskalierte Version bitte auf den/die/das Thumbnail klicken!)

Back on Track - ist der Name Programm?

Wednesday, May 14th, 2008

Seit ein paar Wochen habe ich mal wieder mehr Ärger mit meinen Gräten (sprich: Handgelenke und Ellenbogen). Die Frau Doktöse nannte leider wieder das verhasste S-Wort (Sehnenscheidenentzündung), bappschte erst mal ein Tape um die linke Flosse (die ausnahmeweise mal schlimmer ist als die rechte) und empfahl mir neben entzündungshemmenden Schmerzmitteln noch neue Schienen für die Handgelenke.

Mit den High-Tech-Teilen fühle ich mich wie Robocop, und beim Tippen sind sie etwas unhandlich. Immerhin stützen sie die Handgelenke wesentlich besser als meine vorsintflutlichen Ledermanschetten (die ich jetzt endgültig verschrotten werde), und sporttauglich sowie waschbar sind sie auch.

You have 20 seconds to comply…

Da ich aber noch allzu gut in Erinnerung habe, dass Ruhigstellen und Schmerzmittel allein nicht zur langfristigen Lösung meines Grätenproblems beitragen, möchte ich parallel dazu noch einen weiteren Versuch starten, die Flossen in den Griff zu bekommen.

Nachdem ich im Hoppel-Forum bei Xing etliche sehr positive Berichte zu den Produkten der Firma Back on Track gefunden hatte (an dieser Stelle noch mal herzlichen Dank an Frau TeeWee fürs geduldige Beantworten meiner Nachfragen!), habe ich beschlossen, deren Bandagen mal im Selbstversuch zu testen.

Das Material der Bandagen soll die Durchblutung anregen und somit leicht wärmend wirken - und ja, ich weiß, man soll eine Entzündung nicht auch noch wärmen. Aber mal ehrlich: die ganze Kühlerei und die bisherigen Salben, Ultraschall-Behandlungen, Krankengymnastiken und Ergotherapien haben auch nicht die gewünschte Besserung gebracht. Und sehr viel mehr kaputtmachen kann ich an den Gräten eh nicht mehr…

Der Versuch ist mir die Paarundfuffzich Euro wert, die mich HG- und Ellbogenschoner zusammen kosten: wenn’s was hilft, prima, wenn nicht… Pech. Ich darf eh nicht dran denken, was die Gräten schon an Geld gekostet haben, da kommt’s darauf nun auch nicht mehr an.

Seit einer knappen halben Stunde hab ich nun die todschicken grauen Strickstrümpfe an den Flossen. Und ja, es wird langsam ein bisschen warm. Aber ob’s tatsächlich am patentierten Material liegt - oder einfach nur daran, dass es beim heutigen Wetter wahrscheinlich unter *jedem* Strickstrumpf warm wird…? ;-)

Back on Track - HG-Schoner

Back on Track - Ellbogen-Schoner

Akt 6: Ist das alles?

Sunday, May 4th, 2008

Tja, und dann geht alles irgendwie ziemlich schnell: Vormittags noch mal die Generalprobe, die sich aus “kurz mal was vorreiten” und “laaaange warten, bis man wieder dran ist” zusammensetzt.

Das Tor - hoffentlich von Beate auf Video gebannt - klappt so gut wie nie, der Rest des Trails läuft bis aufs Einfädeln für den Sidepass auch recht ordentlich. Der Gruppenritt vor der Horsemanship ist nur mittelprächtig, ebenso wie die Einzelaufgabe. Aber was soll’s - vier gewinnt…

Dafür wird der Geländeritt so langsam Routine - davor habe ich inzwischen überhaupt keine Angst mehr. Eher vor der Reitpass-Theorie…

Im Anschluss an die Probereiterei folgt eine ziemlich sinnlose Ponywäsche (”weiß” ist leider immer noch was anderes, dafür duftet Jonnypony danach aber sehr frühlingsfrisch nach Blüten!) sowie ein überraschend essbares Mittagessen (wir haben erstaunlicherweise alle noch Appetit!) .

Dann werfen wir uns alle mal langsam in Schale (schließich müssen wir uns ja an die Kleiderordnung halten), aber keiner weiß, wann es weitergeht. Die Prüfer lassen noch auf sich warten. Nervosität macht sich breit. Die ersten Notfalltropfen werden eingeworfen…
Und dann geht es los mit der Theorie-Prüfung: Tine Hummel fragt erst uns IVer in Sachen Ausrüstungskunde und Reitlehre. Birgit weiß alles und kann es auch lehrbuchmäßig vortragen. Ulli spricht mehr aus eigener Erfahrung, kann dadurch aber auch punkten. Die Fragen, die dann noch für mich übrig bleiben, sind ebenfalls machbar. Schon ziemlich bald winkt Tine ab: Wir können die nächsten Prüflinge zu ihr schicken, sie hat genug gehört.

Als nächstes kommt der theoretische Reitpass bei Margot Stadler dran. Auch sie ist relativ schnell mit uns zufrieden, hat aber anscheinend keine Lust, uns den Basispass und die allgemeinen Themen (Haltung, Fütterung, Pflege) abzunehmen, also werden wir zurück zu Tine geschickt. Die weiß zwar von nix, befragt uns aber pflichtschuldigst; diesmal muss Manjana als Demo-Objekt herhalten, weil sie praktischerweise schon draußen angebunden steht. Ein paar Fragen zu den Haltungsformen, zur Fütterung und zur Pferdepflege, dann sind wir entlassen.

So im Nachhinein betrachtet habe ich mir wegen der Theorie wesentlich mehr Sorgen gemacht als nötig…

Es folgt eine weitere Warterunde, diesmal warten wir auf Renate Ettl, die Prüferin für die IIIer. Und wieder einmal weiß keiner, wann’s dann weitergeht.

Und auf einmal muss alles ganz schnell gehen: Pony satteln, warmreiten, und schon geht’s los mit den praktischen Prüfungen!

Die Zeit ist etwas zu knapp, wir sind noch nicht wirklich warm, als der Gruppenritt vor der Horsemanship losgeht. :-( Wir hoppeln dann mehr schlecht als recht durch die Aufgaben, aber ändern kann ich’s nicht. Auch das Pattern selber läuft… irgendwie. Nicht wirklich gut, aber auch nicht ganz katastrophal. Wird wohl schon irgendwie reichen.

In den Wartezeiten zwischen den einzelnen Ritten spielen Jonnypony und ich “Schattenparker” - es ist schon ganz schön heiß geworden…

Der Trail läuft dann auch so lala. Das Tor hatten wir heute schon mal besser hinbekommen, dafür fädelt das Pony sehr ordentlich über der Stange für den Sidepass ein. Alles in allem ok, aber eben auch nicht wirklich gut. *seufz*

Bis der Geländeritt losgeht dauert es eeeewig: klar, die IIIer müssen ja auch alle erst noch reiten. Die Warterei ist für mich das Schlimmste an diesem Tag. Jonny ist es herzlich egal, solange er in den Pausen immer wieder was zu essen bekommt. :-) Am liebsten würde ich das Pony schon einpacken und wieder nach Hause fahren.

In einer der vielen Pausen bekommen wir IVer unsere diversen Urkunden (naja, Basispass und WRA eben) übergeben, es wird noch ein Gruppenbild zusammen mit den IIIern geschossen. Hoffentlich erscheint das Bild dann auch irgendwann mal auf der EWU-Seite…

Reiche Beute - mein “Ponyführerschein”

Wie die Prüfung der IIIer läuft, bekomme ich nur so am Rande mit: die meisten haben gottseidank keine größeren Probleme, nur Lisas Hafi macht ihr leider einen fetten Strich durch die Rechnung. Nachdem er während der letzten Tage so gut wie nie rechts angaloppiert ist, ist er ausgerechnet in der Prüfung rechts angesprungen als ein Linksgalopp gefragt war. In dem Moment hätten wir alle das Vieh am liebsten verwurstet :-(

Durch die ganzen Verzögerungen vorher starten wir auch erst recht spät zum Geländeritt. Diesmal ist das alles schon ein alter Hut für alle, sowohl Gruppengalopp als auch die Einzelgalopps laufen unfallfrei. Ziemlich entspannt kommen wir dann wieder zurück zum Hof.

Erst mal werden die Ponies versorgt, dann die Reiter (es ist noch Kuchen und Schoko-Mousse vom Mittag übrig) - und wieder einmal dürfen wir warten. Auf die letzten Prüfungsergebnisse.

Wie leider schon zu erwarten hat’s bei Lisa leider nicht gereicht - und das, wo sie das Abzeichen für ihre Weiterbildung (therapeut. Reiten) gebraucht hätte… :-( Ansonsten haben alle anderen bestanden, auch Birgit und ich können noch unsere Reitpass-Urkunden einsammeln. Anschließend revanchieren wir uns für die ganze Urkundenverleiherei bei Tom + Sabine - mit einem Gutschein für die Erdinger Therme, wo sie sich mal einen Tag lang von uns erholen können :-)

Bis Jonnypony eingepackt ist und wir dann wirklich loskommen ist schon halb neun vorbei. Dann noch zwei Stunden Heimfahrt, Pony auspacken, Hänger verstauen, Autos ausladen… und ab nach Hause, ins Bett!

Akt 5: Langsam wird’s ernst…

Saturday, May 3rd, 2008

Was ein Sch…-Tag. Morgens bin ich schon etwas spät dran, Jonnys Frühstückspause fällt entsprechend kurz aus.

Theoretisch geht es heute um Haltung, Fütterung und Veterinärkunde, nachmittags steht die EWU mit Turnierregeln und Leistungsklassen sowie Zucht- und Spezialverbände auf dem Plan. Wie soll ich mir das alles bis morgen bloß merken?

Heute gibt’s die zweite und letzte Video-Korrektur für die Horsemanship-Pattern. Meinen - nicht gerade tollen - Ritt kommentiere ich später selbst, von Tom kommt höchstens mal ein zustimmendes “Mhm…”. Im Gegensatz zu den anderen bekomme ich (mal wieder) keine Tipps mehr. Keine Ahnung, ob Tom mich nicht leiden kann, weil ich so ein Erbsenzähler bin, oder ober denkt, dass ich weiß, wie ich meine ganzen Fehler selbständig korrigieren kann…? Egal. Dann versuche ich die Probleme, die mir aufgefallen sind, eben alleine zu verbessern. Grmpf.

Das Mittagessen ist dafür wieder toll: es gibt Spaghetti Bolognese und Tiramisu. Ein “pick me up” habe ich heute allerdings bitter nötig, so langsam liegen die Nerven nämlich blank.

Nachmittags, pünktlich vor dem Trail, kommt Beate. Sie hat mir einen niedlichen Glücksbringer mitgebracht: eine Maus mit “steilen Zähen”. :-) Mal sehen, ob ich die morgen irgendwie in der Satteltasche unterbringen kann…

Nicht wirklich prickelnd finde ich die Tatsache, dass ich in Horsemanship und Trail als erste starten muss. OK, ich hab’s dann zwar auch als erste hinter mir, aber es beruhigt schon ein bisschen, wenn man sieht, dass bei den anderen auch nicht alles perfekt läuft…

Der Prüfungs-Trail selbst ist - zumindest für uns IVer - “halb so wild”. Gleich zu Anfang kommt mein “Angstgegner”, das Tor - im Übungsdurchlauf mal wieder eine Katastrophe. Der Pylonen-Slalom danach ist wie zu erwarten kein großer Act. Auch die Box stellt beim Jog-over kein Problem dar, wohl aber die Querstange, die dahinter liegt: die Abstände passen für Jonnypony überhaupt nicht, und wir haben ziemliche Schwierigkeiten, da heil - und auch nur halbwegs im Takt - drüber zu kommen. Ich kann’s nicht ändern, dann wird es mich da eben unschön aus dem Sattel lupfen. :-(

Dafür ist der Jog-in in die Stangengasse wieder ok, ebenso das Back-up - vorausgesetzt, Jonnypony rennt mir nicht zu weit raus. Dann wird das Einfädeln über die Stange für den Sidepass nämlich etwas schwierig. Der Sidepass selbst geht leider nach rechts, nicht gerade unsere Schokoladenseite, aber wenn wir warm sind, sollte das trotzdem gehen.

Fies finde ich die “Haarnadelkurve” zurück in die Box, die halbe Flaschendrehung ist ok (besser als eine ganze), und der Rest ist harmlos.

Es nervt, dass mein Kreuz wieder anfängt zu zicken (Wunderheiler, ich komme!), und es hilft auch nicht, dass wir ewig lang warten müssen, bis alle anderen die Trailaufgaben zehnmal geritten sind. Warum dürfen JP und ich nur einmal, und alle anderen dürfen ihre “Problemzonen” so oft üben wie sie wollen?! Grmpf. Aber das sagte ich ja schon…

Wegen der fortgeschrittenen Stunde wird der geplante Geländeritt auf morgen vormittag verschoben, also dürfen JP und ich endlich Feierabend machen, während die anderen noch mal springen. Christina gibt auf, nachdem Smartie dem Gehüpfe heute immer noch nichts abgewinnen kann.

Nach noch mehr Rumgehühnere und einer schier endlos scheinenden Warterei kommt dann endlich doch mal die Ansage, wann es morgen womit losgeht. Da wir um 9 h “reitfertig” auf dem Platz sein sollen, werden Ulli und ich wahrscheinlich schon um 8 h da sein, damit wir unsere Ponies noch halbwegs warmkneten können.

Beate und ich ziehen uns zurück und sitzen dann noch ein bisschen dumm bei mir auf der Couch rum. Ich versuche noch, etwas Theorie zu lernen, als das ums Verrecken nicht mehr klappen will, erzählt Beate noch ein bisschen von der Pferd International, um mich von meiner Hibbelei abzulenken.

Als Betthupferl gibt es ein paar homöopathische Schlaftabletten und Ibuprofen für Kreuz und Hände, und dann ab in die Falle…

Akt 4: Halbzeit!

Friday, May 2nd, 2008

Theoretisch geht es heute erst mal um die Anatomie des Pferdes: Skelett, Zähne, Gebäude allgemein, Stellungsfehler, Hufkunde sowie die PAT-Werte stehen auf dem Plan. Soweit eigentlich alles bekannt (bzw. zumindest alles schon mindestens einmal, eher mehrfach, gelesen), allerdings gibt es so ein paar fiese Zahlen, die kann ich mir ums Verrecken nicht merken. Wie viele Halswirbel waren das nochmal? Und welche Wirbel waren zusammengewachsen? Und von wann bis wann war der Zahnwechsel?! *seufz*

In der Horsemanship auch heute wieder bekannte Probleme: die kleinen Galoppzirkel machen uns IVer-Anwärtern immer noch zu schaffen. Dafür staunen die anderen über Jonnyponys gekonnten Stopp aus dem Jog und seine heute mal sehr flüssigen Übergänge. Ist doch immer wieder nett, wenn die Leute zugeben müssen, dass sie “den kleinen Jonny” unterschätzt haben! :-)

Die IIIer üben ihr Horsemanship-Pattern…

Die IIIer üben ihr Horsemanship-Pattern…

… und die IVer schauen dabei zu

… und die IVer schauen dabei zu

Nach dem mittäglichen Apfelstrudel geht es theoretisch mit der Ausrüstungskunde weiter, heute sind Gebisse und Kopfstücke dran, insbesondere die diesbezüglichen Vorschriften bei Turnieren.

Als der Regen mal wieder eine Pause macht, satteln wir die Hühner Ponies für unseren zweiten Geländeritt. Doch bevor wir diesmal rausdürfen, werden wir in Zweierreihen auf dem Reitplatz durch sämtliche Gangarten gescheucht. Beim Galopp wird Jonnypony schon seeehr sportlich, und ich habe ordentlich zu tun, um ihn am Überholen zu hindern.

Dafür geht es dann draußen schon wesentlich besser als gestern, nur Anja (heute mit Skip, den sie auch in der Prüfung reiten soll) hat etwas Huddel, da ihr Pferd meint, gelegentlich den Macho rauskehren zu müssen. Nach dem Einzelgalopp (zu dem Jonnypony sich wirklich bei jedem einzelnen Sprung bitten lässt) meint Anja nur neidisch: “So ein Pony möcht’ ich auch mal haben…” *grins*

Nach dem Geländeritt dürfen die Reitpass-Springer auf dem Platz zeigen, was sie können - oder auch nicht. Jonnypony nutzt diese Pause, um mit seiner Flamme Justy zu flirten, unterdessen machen Christina und Smartie, deren Sprungtechnik an einen Flummi erinnert, aus den Cavaletti ein ziemliches Kleinholz.

Weil das Wetter hält, üben wir abschließend noch die letzten Trail-Hindernisse: Pylonen-Slalom (wir IVer im Schritt, die IIIer müssen joggen) und Walk-in in die Box (bzw. Jog-in für die IIIer) mit “Flaschendrehung”. Der Slalom ist kein Problem, das Pony ist sogar warm genug, dass er sich ordentlich um die Hütchen biegt. Die Drehung in der Box ist noch verbesserungswürdig, aber immerhin latscht JP nicht allzusehr gegen die Stangen.

Nach einer kurzen Pause muss Jonnypony noch als Bein-Model für Birgit und mich herhalten, wir üben vorsichtshalber mal bandagieren für den Basispass. Wieder einmal wird Jonnypony für sein tadelloses Verhalten gelobt (”Mei, der is ja sooo nett!”) und bekommt für seine Überstunden auch ordentlich Leckerlis. :-)

Akt 3: Sie nannten uns “Sauhaufen”

Thursday, May 1st, 2008

Theoretisch geht es heute mit der Ausbildungsskala des Pferdes los. Diese Skala unterscheidet sich bei der EWU leicht von der FN-Variante: was bei der FN der “Schwung”, heißt bei der EWU “Aktivierung der Hinterhand”. Im Grunde wollen aber beide im Endeffekt das Gleiche: ein absolut durchlässiges Pferd…

In diesem Zusammenhang werden auch die Gangarten mit dem jeweiligen Takt und den zugehörigen Fußfolgen noch mal durchgesprochen. Lustigerweise bin ich anscheinend die einzige, die die Fußfolge im Kreuzgalopp beschreiben kann. Ich würde ja sagen, Übung macht den Meister… *pfeif*

Schwerpunktberechnung beim “gemeinen Reitschwein”

Schwerpunktberechnung beim “gemeinen Reitschwein”

Praktisch werden heute Einzelteile der Horsemanship-Pattern geübt. Unter anderem geht es bei uns IVern um unseren “Tanzbereich”, sprich: wir sollen auf den kleinen Zirkeln nicht aus dem gedachten Rahmen fallen. Das heißt für mich konkret: äußeren Schenkel und äußeren Zügel besser dran, sonst driften wir gerade im Galopp gekonnt nach außen. Ungewohnt, dass ich die innere Schulter vorn lassen soll - ich war davon ausgegangen, dass meine Schultern parallel zu den Ponyschultern sein sollen - und ich dachte, auf einer Kreisbahn ist die äußere Schulter weiter vorne. Nein?

Immerhin konnten wir heute ausnahmsweise mal wieder angaloppieren, auch wenn’s weder schön noch besonders punktgenau war.

Nach dem - wieder extrem leckeren - Mittagessen und dem anschließenden Gelände-Theorieblock regnet es derart heftig, dass wir die Trailübungen heute ausfallen lassen und “nur noch” unseren ersten Gruppenritt im Gelände machen sollen. Der Begriff “Sauhaufen” trifft es allerdings wesentlich besser. Das Abteilungsreiten nach Kommandos ist den meisten offensichtlich nicht gerade vertraut, gerade bei der Straßenüberquerung per “Linksum-linksum” ähnelt die Truppe eher einem kopflosen Haufen Hühner als einer ordentlichen Abteilung. Da zahlt sich die Hornungsche Schule aus der Teenie-Zeit (”Abteilung zu einem Rechts-brecht-ab im Arbeitstempo Terrrrab, Marsch!”) denn doch mal aus…

Da Jonnypony im Schritt und Trab notorisch langsam ist, werden wir zusammen mit Birgit und Manjana an den Schluss der Truppe verbannt. Allerdings ist der erste “Gruppengalopp” derart langsam, dass nicht mal mehr das kurzbeinige Pony im Galopp bleiben kann, sondern ständig ausfällt. Das ist aber nicht weiter schlimm, da die beiden Reiter vor uns (Klaus mit Spider und Anja heute mal mit geliehenem Hafi Nils) ein ziemliches Chaos veranstalten, so dass unser Rumgehühnere gar nicht weiter auffällt.

Im zweiten Gruppengalopp ist noch eine Steigerung drin: plötzlich kommt uns Spider rückwärts entgegen. Manjana und JP leiten zwar umgehend Ausweichmanöver ein, aber ein bisschen perplex scheint das Pony schon. Ging es nicht eben noch vorwärts?!

Bei der Lagebesprechung schlägert Nils derart um sich, dass JP und ich kurzerhand einen kleinen Flurschaden anrichten, indem wir uns in den Acker flüchten. Zu dem Zeitpunkt beschließe ich, den Reitpass sausen zu lassen - ich will nicht, dass das halb genesene Jonnypony hier noch zusätzlich angeschlagen wird; ich bin ja schon froh, wenn seine Flosse bis nach der Prüfung durchhält…

Den anschließenden Einzelgalopp absolvieren Spider und Jonnypony vorbildlich. Auch wenn ich die Strecke ziemlich kurz finde. Aber JP benimmt sich hervorragend und blamiert mich wenigstens nicht… :-) In einem regelrechten Schaukelgalopp bringen wir sowohl Hin- als auch Rückweg hinter uns, das Durchparieren ist überhaupt kein Problem. Von der wilden Rennsemmel, die im heimischen Gelände schon gelegentlich mal mit mir durchgeht ist nichts zu sehen. Gottseidank!

Anja lässt den Einzelgalopp lieber gleich ganz aus, sie hat keinen Bock mehr auf ihren bockigen Leih-Hafi. So ziemlich alle anderen müssen bei dieser Übung dann allerdings auch nachsitzen, weil zu schief, zu schnell, und zu unkontrolliert galoppiert wird - oder Pferd und Reiter insgesamt zu oft im Acker landen. Nur Patti und ihr Nino dürfen sich ebenfalls gleich wieder einreihen.

Beim letzten Gruppengalopp geht es immerhin schon so zivilisiert zu, dass Tom uns endlich (!) nach Hause lässt.

Da ich heute wirklich mal lernen will, fahre ich schon um 20 h wieder in mein Domizil in Salmanskirchen, außerdem wird mal ein telefonischer Zwischenbericht zu Hause abgeliefert. So richtig Ruhe hab ich allerdings nicht - die Berliner Kartfahrer in den diversen Nebenzimmern machen bis nachts um 12 noch einen Höllenlärm. :-(